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Die Prinzessin auf der Erbse (2)


Wortfassung von Detlef Lindenthal und Enkeln

Es war einmal ein Prinz, der wollte gerne eine Prinzessin heiraten, aber es sollte eine wirklich echte Prinzessin sein. Da reiste er in der ganzen Welt umher, um eine ganz richtig echte Prinzessin zu finden, aber überall war da etwas im Wege. Wohl gab es so viele Prinzessinnen wie Sand am Meer, aber ob es wirklich echte Prinzessinnen waren, konnte er nicht herausfinden, bei jeder einzelnen gab es etwas, was er nicht in der Ordnung fand. Da kam er wieder nach Hause und war ganz traurig, denn er wollte doch eine wirkliche Prinzessin haben.

Eines Abends zog ein fürchterliches Unwetter auf; es blitzte, donnerte und hagelte, der Regen stürzte herunter, es war ganz entsetzlich. Da klopfte es an das Stadtthor, und der alte König ging hin, um aufzumachen.

Es war eine Prinzessin, die draußen vor dem Thore stand. Aber, wie sah sie vom Regen und dem bösen Wetter aus! Das Wasser lief ihr an den Haaren und Kleidern herunter und lief oben in die Schuhe hinein und bei den Fersen wieder hinaus, das Mädchen zitterte vor Nässe und Kälte und sagte, daß sie eine wirkliche Prinzessin sei.

›Ja, das werden wir schon erfahren!‹ dachte die alte Königin, aber sie sagte nichts, ging nach oben in die Schlafkammer, nahm von der Bettstatt alles Bettzeug ab und legte eine gekochte Erbse auf den Boden der Bettstelle. Dann legte sie zwanzig Matratzen über die Erbse, und dann noch zwanzig Eiderdaunenbetten oben auf die Matratzen.

Mit einer großen Wärmflasche wurde die frierende Prinzessin zu Bett gebracht.

Am Morgen wurde sie gefragt, wie sie geschlafen habe.

»O, schrecklich, entsetzlich!« sagte die Prinzessin. »Ich habe fast die ganze Nacht lang meine Augen nicht zugemacht! Gott allein weiß vielleicht, was da im Bette gewesen ist. Ich habe auf etwas Hartem gelegen, so daß ich schon ganz braun und blau über meinem ganzen Körper bin! Es ist ganz fürchterlich!«

Nun sahen die Königsleute wohl, daß es eine wirkliche Prinzessin war, da sie durch die zwanzig Matratzen und die zwanzig Eiderdaunenbetten die Erbse verspürt hatte. So empfindlich konnte niemand sein, der nicht eine wirkliche Prinzessin war.

Da nahm der Prinz sie zur Frau, denn nun wußte er, daß er eine ganz echte Prinzessin gefunden hatte, und die Erbse kam als ein Schatz auf die Kunstkammer, wo sie auch heute noch zu sehen ist, wenn niemand sie weggenommen hat.

Ja, dies ist eine völlig wahre Geschichte, und wenn Du sie mir nicht glaubst, dann kannst Du Dir ja selbst eine eigene Geschichte ausdenken.


 
 


Prindsessen paa Ærten Hans-Christian Andersen

Der var engang en Prinds; han vilde have sig en Prindsesse, men det skulde være en rigtig Prindsesse. Saa reiste han hele Verden rundt, for at finde saadan en, men allevegne var der noget i Veien, Prindsesser vare der nok af, men om det vare rigtige Prindsesser, kunde han ikke ganske komme efter, altid var der noget, som ikke var saa rigtigt. Saa kom han da hjem igjen og var saa bedrøvet, for han vilde saa gjerne have en virkelig Prindsesse.

En Aften blev det da et frygteligt Veir; det lynede og tordnede, Regnen skyllede ned, det var ganske forskrækkeligt! Saa bankede det paa Byens Port, og den gamle Konge gik hen at lukke op.

Det var en Prindsesse, som stod udenfor. Men Gud hvor hun saae ud af Regnen og det onde Veir! Vandet løb ned af hendes Haar og hendes Klæder, og det løb ind af Næsen paa Skoen og ud af Hælen, og saa sagde hun, at hun var en virkelig Prindsesse.

›Ja, det skal vi nok faae at vide!‹ tænkte den gamle Dronning, men hun sagde ikke noget, gik ind i Sovekammeret, tog alle Sengklæderne af og lagde en Ært paa Bunden af Sengen, derpaa tog hun tyve Matrasser, lagde dem ovenpaa Ærten, og saa endnu tyve Ædderduuns-Dyner oven paa Matrasserne.

Der skulde nu Prindsessen ligge om Natten.

Om Morgenen spurgte de hende, hvorledes hun havde sovet.

»O forskrækkeligt slet!« sagde Prindsessen, »Jeg har næsten ikke lukket mine Øine den hele Nat! Gud veed, hvad der har været i Sengen? Jeg har ligget paa noget haardt, saa jeg er ganske bruun og blaa over min hele Krop! Det er ganske forskrækkeligt!«

Saa kunde de see, at det var en rigtig Prindsesse, da hun gjennem de tyve Matrasser og de tyve Ædderduuns Dyner havde mærket Ærten. Saa ømskindet kunde der ingen være, uden en virkelig Prindsesse.

Prindsen tog hende da til Kone, for nu vidste han, at han havde en rigtig Prindsesse, og Ærten kom paa Kunstkammeret, hvor den endnu er at see, dersom ingen har taget den.

See, det var en rigtig Historie!